Freitag, 25. Juli 2014

Vanillepudding-Cupcakes

Wie ihr, geschätzte Leserinnen und Leser, mittlerweile wisst, backe ich gerne (so gerne, dass die Rezepte auch schon ein Buch gefüllt haben, das ab Oktober erhältlich sein wird). Allerdings backe ich doch am liebsten in meiner eigenen Küche, mit meinem eigenen Backofen, mit meinen eigenen Schüsseln, mit meinem eigenen Messbecher, mit meinen eigenen Löffeln... ihr seht schon, ich bin da in einer gewissen Routine, in der ich es mir bequem gemacht habe. Aber das Leben beginnt am Ende des eigenen Komfortbereichs, und ebenso beginnt dort das Rezept für wirklich gute und einfache Cupcakes. 

 Das Endergebnis... und weil es so unvorbereitet kam, hier nur ein Handy-Schnappschuss

Kürzlich war ich mal wieder bei meinen Eltern zu Besuch, und Samstag-Abend verkündete mein Vater, dass er in ein paar Tagen meine Tante besuchen wollte, und er etwas Süßes für sie mitnehmen wollte. Nach einem langen Blick in meine Richtung realisierte ich, dass ich gemeint war und erwartet wurde, dass ich nun etwas Süßes und möglichst Köstliches aus dem Ärmel schütteln sollte. Es blieb mir also nichts anderes übrig, als einen Streifzug durch Papa's Küche anzustellen. Alles, was man normalerweise so zum Backen braucht, war nicht vorhanden, da mein Vater zwar ein wunderbarer Koch, aber gar kein Bäcker ist. Kein Kakaopulver. Keine Schokolade. Kein Natron. Gemahlene Nüsse? Fehlanzeige. Eine Menge Ideen für Muffins musste ich mal streichen, und ich wollte schon fast aufgeben... bis mein Blick auf den Soja-Vanillepudding fiel, ihr wisst schon, diese praktischen kleinen Packungen mit vier Portionen Pudding, die wirklich lecker sind und bei uns daheim einfach keine Überlebenschance haben. Mit meiner unglaublichen Kombinationsgabe (die vermutlich daher rührt, dass M und ich so gerne Sherlock ansehen) kam ich auf die Idee, dass saftiger Teig und cremiger Pudding ja gemeinsam einfach nur gut sein können...Und so entstanden diese einfachen Cupcakes, die mit einem Klacks Vanillepudding gefüllt sind, und mich an vegane Vanillekrapfen erinnern. Auch bei meiner Tante kamen sie übrigens sehr gut an!

Vanillepudding-Cupcakes (für 10 große Cupcakes)

250 ml Sojamilch
1 EL Essig
200 Gramm Mehl
80 Gramm Zucker
2 Packungen Bourbon-Vanillezucker
2 EL Backpulver
1/2 TL Salz
70 ml Öl
125 Gramm veganer Vanillepudding

Ofen auf 180 Grad vorheizen. Eine Muffinform mit Papierförmchen auslegen (ich habe extra-große Formen benutzt, wenn ihr normal große Förmchen habt, macht ihr am besten 12 Stück daraus).
Sojamilch und Essig vermischen und beiseite stellen. Mehl, Zucker, Vanillezucker, Backpulver und Salz vermischen. Mit der Sojamilch und dem Öl zu einem Teig mischen. Den Teig auf die Förmchen aufteilen, dabei etwa 2 EL Teig in jedes Förmchen geben, etwa 1 1/2 TL Vanillepudding darauf geben, und den Pudding noch mit 1 EL Teig bedecken. Für etwa 18 - 25 Minuten backen, oder bis ein Zahnstocher, etwas seitlich in den Cupcake gestochen, sauber wieder herauskommt.

Sonntag, 20. Juli 2014

Kochbananen mit schwarzen Bohnen - und große Neuigkeiten!


Kochbananen, oder auch Plantains genannt, standen schon immer auf meiner Liste der Dinge, die ich gerne mal verkosten würde - gleich hinter einem ganzen Haufen vietnamesischer Gemüsesorten, von denen mir meine Arbeitskollegin gerne vorschwärmt, äthiopischem Essen, und den Jelly Beans aus den Harry Potter Romanen (ok, letzteres ist vielleicht etwas unrealistischer). Kürzlich stachen mir die Kochbananen im Supermarkt ins Auge und wir nahmen sie mit heim. Eine typische Zubereitsungsart für Kochbananen ist, sie im heißen Öl zu frittieren - klar ist das lecker, denn so ziemlich alles, was frittiert ist, finde ich gut. Leider bin ich kein Fan des Vorgangs selbst - ich reagiere einerseits panisch auf Fettspritzer, und da unsere Wohnung sehr klein ist, hat man dann noch tagelang Freude an dem Geruch von kaltem Fett... recht wenig appetitanregend. Darum habe ich sie mit wenig Fett in meiner supertollen beschichteten Pfanne zubereitet, und alles war gut. Kochbananen schmecken interessant - wie eine Mischung aus Kartoffeln und Bananen, sind mehlig-fruchtig, und ich würde sie nicht so gerne pur essen wollen. Mit den schwarzen Bohnen, dem Reis und der Guacamole harmonieren sie aber prächtig. Wer es puristisch mag, lässt den Reis und die Guacamole weg, aber wir hatten viel Hunger. Für dieses Rezept eignen sich grünliche bis gelbe Kochbanane, wenn sie dann schwarz werden, werden sie zu süß.  Anstatt schwarzer Bohnen kann man auch Kidney-Bohnen verwenden, da die schwarzen Bohnen manchmal etwas schwer zu finden sind - ich habe meine aus dem Biomarkt.


Kochbananen mit schwarzen Bohnen (für 3 - 4 Portionen)

Für die Bohnen:
1 EL Öl
1 kleine Zwiebel
3 Zehen Knoblauch, gepresst
1 grüne Paprika, gewürfelt
2 Dosen schwarze Bohnen
100 ml Flüssigkeit von den Bohnen
1/2 TL gemahlener Koriander
1 TL gemahlener Cumin
100 ml Wasser
Salz

In einem Topf das Öl erhitzen, darin Zwiebel und Knoblauch glasig dünsten. In der Zwischenzeit Bohnen ableeren (dabei 100 ml Flüssigkeit auffangen), dann zum Zwiebel dazugeben samt Paprika, Wasser und den Gewürzen. Köcheln lassen und dabei gelegentlich umrühren, bis der Paprika weich ist. Einen Teil der Bohnen leicht stampfen, damit die Sauce sämig wird. Mit Salz abschmecken.

Für die Kochbananen:
500 Gramm Kochbananen, geschält und in Scheiben (für's Schälen braucht man ein Messer)
2 EL Öl

In einer beschichteten Pfanne 1 EL Öl erhitzen und einen Teil der Kochbananen hineinlegen (nicht stapeln!). Bei mittlerer Hitze etwa 10 Minuten anbraten, dann umdrehen und erneut einige Minuten braten. Aus der Pfanne nehmen, und dann die restlichen Bananen ebenso zubereiten.

Die Kochbananen mit den schwarzen Bohnen, Reis (z.B. Basmati) und etwas Guacamole servieren.


Übrigens, es gibt auch einen Grund, warum ich Lust auf Kochbananen bekommen habe: M und ich haben eine große Reise für den Winter gebucht, in eine Region, in der auch Kochbananen zum traditionellen Speiseplan gehören. Nein, das sind nicht die großen Neuigkeiten - die Neuigkeiten betreffen die Natur der Reise: Es sind Flitterwochen. M und ich werden im Herbst heiraten. Nach elf gemeinsamen Jahren haben wir beschlossen, dass es an der Zeit wäre, vor aller Welt einander zu bejahen und danach eine ordentliche Party zu schmeißen. Wir befinden uns schon mitten in den Vorbereitungen, die gefüllt sind mit glücklich-doofem Grinsen, Überforderung angesichts des Wulsts der Entscheidungen, die getroffen werden wollen, vielen "Alles wird gut"-Mantras und mehr glücklich-doofem Grinsen. Es wird eine kleine, feine Feier mit Familie und den liebsten Freunden werden - und die Feier wird natürlich vegan werden. Viele Aspekte der veganen Hochzeitsfeier haben wir schon abgehakt, darunter natürlich der wichtigste: das vegane Brautkleid - alle, die wollen, dürfen jetzt kurz kreischen. Und ja, ich plane, nachdem das Spektakel erfolgreich über die Bühne gegangen ist, darüber zu schreiben, was es bedeutet, wenn man eine vegane Hochzeit ausrichtet. Das mit euch zu teilen, liebe Leserinnen und Leser, darauf freue ich mich jetzt schon.
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